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FMQ
auf Deutsch – FMQ in German:
DIE
QUEEN-STORY
QUEEN ist eine Band, von der
schon jeder zumindest ein Mal in seinem Leben etwas gehört hat. Das vielleicht berühmteste
Lied von ihnen ist „We Are The Champions“, welches oft bei Sportveranstaltungen
gespielt wird. Ein weiteres, sehr bekanntes Werk von QUEEN ist „We Will Rock
You“. Doch war das schon alles? Nein! QUEEN ist eine der kreativsten und
revolutionärsten Bands in der Rockgeschichte.
QUEEN besteht aus vier
verschiedenen, genialen Persönlichkeiten, über die ich etwas erzählen möchte...
...Begonnen hat alles in den
späten 60er Jahren...
Damals ist Rock’n’Roll bei den
jungen Menschen schlagartig beliebt geworden. Man wollte seinen Vorbildern,
z.B. den BEATLES oder den ROLLING STONES, nacheifern. Viele Jugendliche
versammelten sich, um miteinander zu musizieren. Damit begann die Ära der
Bands.
Solche jungen Leute waren Brian
May und Roger Taylor. Beide wurden in England geboren und interessierten sich
von klein auf für Musik.
Roger liebte das
Schlagzeugspielen. Rogers Eltern schenkten ihm zwar zuerst eine Akustikgitarre,
doch dann wurden sie von ihm überredet, ein Schlagzeug zu kaufen.
Brian dagegen bekam
Klavierunterricht, welchen er später aufgegeben und stattdessen Gitarre zu
spielen begonnen hat. Brian und sein Vater kannten sich perfekt in Technik aus,
also beschlossen die beiden, selbst eine Elektrikgitarre zu „basteln“. Sie
nahmen altes Mahagoniholz, einige Bestandteile von einem Motorrad und machten
sich an die Arbeit. Das Resultat ist die RED SPECIAL, wie sie von Brian immer
genannt wird. Diese E-Gitarre hat eine einzigartige Klangfarbe, die sonst keine
andere Gitarre auf der Welt besitzt, und die zu einem Markenzeichen des
Queen-Sounds wurde.
Brian und Roger gingen in
dieselbe Schule und gründeten gemeinsam mit einem Jungen namens Tim Staffel,
der auf eine Kunstschule ging, eine Band mit dem Namen SMILE. Tim brachte
öfters seinen Freund und Klassenkameraden, Freddie Bulsara, mit, welcher sehr
gerne zuschaute und der neuen Band viele Verbesserungsvorschläge machte.
Freddie Mercury, geborener
Farrokh Bulsara, kam am 5. September 1946 auf einer exotischen Insel auf die
Welt, und zwar in Sansibar, welche zu Tansanien gehört und in Afrika liegt.
Seine Eltern sind parsisch-indischer Abstammung. Freddies Vater arbeitete für
die britische Regierung. Er war ein Diplomat und reiste viel.
Mit acht Jahren, im Sommer 1955,
schickten Freddies Eltern ihn in eine Internatsschule in Panchgani, welches
sich nicht weit von Bombay, Indien, befindet.
Freddie besaß viele Talente, die er in der Schulzeit unter Beweis
stellen konnte. Er war ein Spitzensportler und gewann viele Auszeichnungen für
seine Meisterleistungen. Außerdem war Freddie sehr kreativ. Man kann mit
Gewissheit sagen, dass er seine Kreativität zu einem großen Teil seiner
exotischen Abstammung verdankt.
Freddies größte Vorliebe galt
der Musik. Auch hier fanden südländische Einflüsse ihren Platz. Freddies Musiktalent
entdeckte zuerst sein Lehrer in Indien. Von da an bekam er Klavierstunden und
sang im Schulchor mit. Außerdem gründete er dort 1958 seine eigene Band, THE
HECTICS.
1963 kehrte Freddie nach
Sansibar zurück. Um diese Zeit herum kam es dort zu ernsthaften politischen
Problemen. Freddie, Kashmira und seine Eltern flohen 1964 nach England. Sie
fanden in Feltham, einem ärmeren Viertel in London, Zuflucht.
Freddie beendete seine
Schulausbildung auf dem Isleworth Polytechnic in London mit einer sehr guten
Note in Kunst (A-Level), um seine Weiterbildung in einer Kunstschule, dem
Ealing College of Art, fortzusetzen, wo er auch Tim von SMILE traf...
Freddie liebte es, SMILE
zuzuhören. Er war begeistert von der Vielfalt der neuen Musikströmungen, die in
England Mittel und Ende der Sechziger aufkamen. Freddie kam so gerne und oft zu
deren Vorstellungen, dass er zu „SMILE’S Viertem Innoffiziellen Mitglied“
wurde. Einmal sogar sagte Freddie mitten in einer Vorstellung zu ihnen: “Wenn
ich euer Sänger wäre, würde ich euch zeigen, wie das geht.“ Diese Tatsache
verwirklichte sich. Tim verließ SMILE, weil er gemeint hat, dass Freddie mit
seiner seiner willensstarken Persönlichkeit und vor allem dem extrovertierten
Bühnenauftreten besser als Sänger und „Anführer“ der Band geeignet war.
Freddie änderte zunächst seinen
Nachnamen in „Mercury“, nach Mercurius, dem griechischen Götterboten bzw. nach
seinem führenden Planeten in seinem Horoskop, um. Er wollte einen geheimnisvoll
klingenden Namen annehmen. Gleichzeitig verwandelte sich SMILE in QUEEN. In
diesem Fall wählte er einen Namen, der pompös und majestätisch klang. Freddie
war sich der Tatsache bewusst, dass dieser Bandname andere Leute zu
homosexuellen Gedanken verleiten könnte, aber das war ihm nicht so wichtig.
Schließlich fehlte Roger, Brian
und Freddie ein Bassspieler. Aus den Bewerbern wählten sie John Deacon aus.
John war ruhig und schüchtern, doch er spielte einen „hübsch“ (wie Queen seine
Spielart bezeichneten, als sie ihn das erste Mal vernahmenJ) und eindrucksvoll klingenden Bass. Wegen seinem eher
introvertierten Charakter passte er als Ausgleich zu den anderen drei
temperamentvollen Persönlichkeiten sehr gut dazu.
Somit waren QUEEN im Februar
1971 komplett. Freddie, mit seinen langen schwarzen Haaren, braunen Augen und
auffällig vorstehenden Zähnen, war der energiegeladene Leadsänger; Brian, mit
lockigen Haaren und seinen 1.85 Meter der größte in der Band, spielte
E-Gitarre; Roger, der besonders durch seine schönen grauen Augen und blonden
Haare hervorragte, war Schlagzeugspieler; und der ruhige und zurückhaltende
John spielte seinen „hübschen“ Bass.
Freddie Mercury entwarf für die neue Band ein Logo, welches auf den
Sternzeichen der Mitglieder basiert: zwei Löwen (Roger und John), Krebs (Brian)
und zwei Elfen für Jungfrau (Freddie). Der Phoenix steht für Unsterblichkeit
und somit für Wiedergeburt bzw. ewige Inkarnation.
Zu Beginn war es schwer für
QUEEN im Musikbusiness durchzukommen. Ein Grund dafür war deren bizarrer und
außergewöhnlicher Stil, der von wenigen verstanden wurde. Denn während andere
Bands normal, also in Jeans und T-Shirts, gekleidet waren, bevorzugte QUEEN in
frauenkleiderähnlichen Gewändern zu „rocken“. Freddie hüpfte etwas später in
seinen bunt gefärbten Balletttrikots wie Rudolf Nurejew herum (er war nämlich
begeistert von Ballett) und „trank“ nach der Vorstellung mit dem Publikum
Champagner (sein Lieblingsgetränk, wie er behauptet hat).
Auch QUEENS Musikstil wurde
zuerst nicht begriffen. QUEEN besaßen keinen anhaltenden Stil, sondern sehr
viele zugleich. Ein Lied war typisch Rock, ein anderes jedoch handelte über
Elfen! Nun, das war natürlich Freddies Werk. Von klein auf war er von
Mythologie und Fantasiegestalten fasziniert und bekam von seinen Eltern
persische und arabische Märchen, wie „1001 Nacht“, vorgelesen. Auch hier kann
man seine „Exotik in Person“ erkennen.
QUEEN hatten sehr viel Glück und
fanden schließlich einen Manager und eine Plattenfirma, die ihre Platten
verkaufen konnte. Dennoch wurde nur ihr viertes Album ein internationaler Hit.
Freddie Mercurys Opus „Bohemian Rhapsody“ stieg zur Nummer 1 in den Britischen
Charts auf. Dieser Song enthält viele verschiedene Elemente von Musikstilen. Es
kommen sowohl Hardrock, als auch balladenklingende Melodien vor. Endlich wurden
QUEEN akzeptiert. Man interessierte sich immer mehr für die revolutionäre Band
QUEEN, sodass sie schlagartig beliebt wurde.
QUEEN hatten eine sehr reiche
Farbpalette an Stilen: In den 70ern spezialisierte sich die Band auf
Fantasiethemen und Oper. Freddie liebte den Glamour und die Flamboyante. In den
späten 70ern experimentierten QUEEN mit Rock’n’Roll und Gospel herum, und
kleideten sich zur Abwechslung ganz in Leder. Die frühen 80er Jahre waren für
die Band Discojahre. Gegen Ende ihrer Karriere schrieben sie Pop und
Hardrockmusik. Auf diese Weise entstanden die verschiedensten Musikstücke.
Nicht nur Freddie schrieb Songs.
Im Gegenteil, QUEEN war eine Einheit, wo alle vier Persönlichkeiten wichtig
waren. Freddie Mercury war der Antrieb der Band, der alle motivierte.
QUEEN’S Aufführungen waren eine
Show mit allem Drum und Dran. In seinem Privatleben Freddie Mercury sehr
schüchtern, doch sobald er die Bühne betrat, wurde er zum „Menschenfresser“
(Englisch: „Ogre“), wie er sich manchmal selbst nannte.
Bei ihren Konzerten durften
natürlich auch die Lichteffekte nicht fehlen. QUEEN musste schon Tage oder
Wochen vorher die „Lichter“ installieren.
Die Band spielte zu Menschen im
Ausmaß von mehr als 250.000. Ein berühmtes Konzert von ihnen ist „Live At
Wembley“. Diese Aufführung fand 1986 im Wembley-Stadium in England statt, wo
QUEEN alle Leute zum Jubeln und Kreischen brachten.
Es wird sogar behauptet, dass
QUEEN bei „Live Aid“ 1985, welches zum Zweck der Menschen und Kinder in der
dritten Welt organisiert wurde und wo viele prominente Sänger und Bands
auftraten, „die ganze Show gestohlen haben“.
Gegen Ende aller Aufführungen
tauchte Freddie in einem Königsgewand und einer Krone auf, während Brian auf
seiner E-Gitarre die englische Hymne „God Save The Queen“ spielte. Dieses
Klischee ist allen QUEEN-Fans bekannt.
Auch QUEEN-Videos waren für die
Musikwelt revolutionär. 1975 haben QUEEN beschlossen, zu „Bohemian Rhapsody“
ein Video zu drehen. Dieses Video wird als erster „richtiger“ Videoclip, der
die Geschichte des modernen Musikvideos eingeleitet hat, bezeichnet.
In den 80ern haben QUEEN mit
professionellen Filmregisseuren ihre Videoclips gedreht, in welchen auch
Computereffekte vorkamen.
QUEEN’S Mitglieder machten außerdem
Soloprojekte. Freddie Mercury zum Beispiel war ein Opernfan und wollte schon
immer die berühmte Operndiva Montserrat Caballé treffen. 1987 hat Freddies
Manager das Treffen organisiert und schließlich kamen die beiden Künstler
zusammen. Freddie war sehr überrascht und nervös zugleich, als er diese
Nachricht hörte. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie er vor seinem Idol
ruhig stehen bleiben könnte.
Das Ergebnis war „Barcelona“,
ein Musikprojekt, bei welchem Rockmusik mit Oper auf wunderame Weise
verschmolzen wurde. Das Lied „Barcelona“ hat Freddie für Montserrat komponiert
und es sollte 1992 bei den Olympischen Spielen aufgeführt werden, aber leider
gelang dieses Vorhaben nicht in seiner ganzen Größe...
Ohne Freddie Mercury als
„Antrieb“ hätte QUEEN nie existiert. Freddie war eine geheimnisvolle Person.
Nur sehr wenige Freunde von ihm kannten ihn wirklich.
Freddies von der Presse erlogene
Homosexualität war ein Grund für viele Gerüchte. Er persönlich litt sehr
darunter, denn er war ein sensibler Mensch. Wegen seiner – wie bei vielen
genialen Künstlern – komplexen und kontroversen Persönlichkeit und seinem
Doppelleben, das sich zwischen „Bühne“ und „realem Leben“ teilte, wurde er von
vielen Menschen missverstanden; diese Missverständnisse gingen so weit, dass
sich sogar Frauen, die er vom ganzen Herzen liebte sich aufgrund seinem
Künstlerdasein von ihm trennten.
Neben seiner „tragischen“ Seite
versuchte Freddie jedoch das Leben, soweit es ging, mit Humor aufzufassen. Er
hatte immer einen Witz oder Scherz parat. Ihm gefiel es, humorvolle Einlagen in
seine Shows zu machen.
Freddie war extravagant. Er
hatte einen exquisiten Geschmack. Im Jahre 1980 kaufte er sich in London ein
großes Haus, welches er in seinem eigenen Stil dekoriert hatte.
Freddie war außerdem ein großer
Kunstfan. Auf QUEEN’S Tourneen kaufte er immer etwas für sich und sein Haus:
Möbel, Gemälde,... Besonders liebte er Sachen, die aus Japan stammten. Deshalb
hatte Freddie in seinem Haus ein „japanisches Zimmer“ einrichten und sogar einen
japanischen Garten bauen lassen.
In seinem Privatleben war
Freddie, wie erwähnt, schüchtern und einsam. Trotz vieler „Freunde“, mit denen
er Partys feierte, schien er die wahre Liebe in seiner Lebenszeit nie gefunden
zu haben (auch seine Liebe und Beziehung zu Mary Austin scheiterte nach 7
glücklichen Jahren).
1991 war ein schreckliches Jahr
für alle, die in irgendeiner Weise mit QUEEN verknüpft waren. Freddie Mercury
starb am 24. November am Abend an einer Lungenentzündung, die durch AIDS
ausgelöst wurde. Es gab viele Gerüchte über Freddies zunehmende Schwäche, aber
er hat die traurige Tatsache erst einen Tag vor seinem Tod verkündet. Alle
waren zutiefst schockiert.
Einen Tag nach seinem Tod lagen
Tausende von Blumen an der Wand seines Hauses.
Auch Brian, Roger und John waren
bestürzt. Sie hatten einen Menschen verloren, der ihnen sehr nahe stand.
Die restlichen
Mitglieder von QUEEN haben beschlossen, die Band aufzugeben, weil sie der
Ansicht waren, dass niemand Freddie ersetzen kann. Erst 2005 und 2006 fand die
Tour QUEEN+PAUL RODGERS statt, doch auch da spürte man, wie sehr Freddie allen
Fans fehlt.
Freddie Mercury,
Leadsänger der Band QUEEN, war einer der besten Künstler der Rockgeschichte. Er
hat die Menschen nicht nur mit seiner Kreativität, sondern auch mit seiner
Ausstrahlung und Gutherzigkeit beeindruckt. Trotz seines frühen Todes wird er
in unseren Herzen für immer weiterleben.
Freddies
Statue in Montreux:
© Copyright
2004-2008, Daria Kokozej
OPER
UND BALLETT
Freddie Mercurys Lieder hätten sich sicherlich nicht so
angehört wie wir sie kennen, hätte er nicht von klein auf Interesse für
klassische Musik und Ballett gezeigt.
Bereits im sehr jungen Alter in Sansibar lernte Freddie
die anspruchsvolle und „geistige“ Musik durch seine Eltern kennen. Fakten
berrichten uns, dass Freddie nicht nur im Elternhaus, sondern auch in St.
Peters klassischen Musikunterricht erhalten hat.
Auch durfte Freddie ein äußerst kompliziertes
Instrument erlernen: das Klavier. Klavierspielen ist eine hohe Kunst, wenn man
sich damit professionell auseinandersetzt. Doch hiermit ist nicht die Technik
oder nicht die Stärke des Aufschlags gemeint. Vielmehr zählt die Emotion, die
man mit Hilfe der Musik vermittelt. Vermutlich hat Freddie selbst das Klavier
zum ersten Mal als Teenager angefasst. Seine in Bombay lebende Tante hat ihn
mit diesem Instrument bekannt gemacht. Als Freddie seine eigene Gruppe, THE
HECTICS, gegrüdet hat, spielte er in der Band Klavier. Wie der Name der Gruppe
verrät, war der Stil der Jugendlichen hektisch, doch Freddies Klavierlehrer
merkte von Anfang an, dass hinter seinem Klavierspiel sehr viel Gefühl und
Melodie steckte.
Freddie bestand im Fach „Klavier“ den sogenannten
„Grade IV“ in Praxis und Theorie. In seiner späteren Rolle als Freddie Mercury
war er zwar kein Spitzenpianist wie Glenn Gould, doch er bezauberte die ganze
Welt mit seiner Emotion und Leidenschaft.
Klassische Musik beeinflusste, wie gesagt, viele von
Freddies Liedern. Allein jetzt kommen mir in die Gedanken „Love Of My Life“,
„The Millionaire Waltz“, „Bohemian Rhapsody“, der Anfang von „It’s A Hard Life“
und die ganze „Barcelona“-Reihe – Freddie war überglücklich, als sich sein
Traum gemeinsam mit Operndiva Montserrat Caballé zu singen verwirklichte.
Freddie war auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Er blühte auf.
Und nicht nur dieser Traum wurde war. 1979 tanzte
Freddie gemeinsam mit dem „Royal Opera Ballet“ auf der Bühne des Londoner
Covent Garden und sang dabei „Crazy Little Thing Called Love“ und „Bohemian
Rhapsody“. Und er bekam stehende Ovation für seine Meisterleistung.
©
Copyright 2004-2007, Daria Kokozej
FM – THE VOICE
Freddie war kein Tenor,
wie viele Alles-Besser-Wisser behaupten, sondern ein Bariton (vertraut mir,
meine Eltern sind OpernsängerJ). Bariton liegt
zwischen Tenor und Bass und ist besonders gut für die Pop/Rock-Branche
geeignet, wenn man „falcetto“ bzw. in der populären Manier singt. Sänger in der
populären Musik singen oft höher als ihre ursprüngliche Stimmlage. Als Freddie
jedoch das Album „Barcelona“ mit Monsterrat Caballé aufgenommen hat, sang er
mit seiner „natürlichen“ Stimme. Besonders deutlich kann man das im Lied
„Ensueño“ erkennen.
Freddies Stimme hat
sich mit der Zeit deutlich entwickelt. In den PRE-QUEEN-Aufnahmen klingt sie
noch „jungfräulich“. Wenn man jedoch das Album „Innuendo“ hernimmt und
vergleicht, dann spürt man den Unterschied. Operndiva Montserrat Caballé hat
sogar in einem Interview bestätigt, hätte Freddie Stimmbildung gehabt, wäre er
Opernsänger geworden, weil er von Natur aus eine kraftvolle und einzigartige
Stimme hatte.
© Copyright 2005-2007, Daria Kokozej
EIN KLEINES EXPOSÉ ZU FREDDIE MERCURY...
Als Vorlage
für den folgenden Text, den ich als Hausübung im Schuljahr 2003/2004 für die
Schule geschrieben habe, galt Stefan Zweigs „24 Stunden aus dem Leben einer
Frau“.



„Seine
dunklen Augen waren von unglaublicher Schönheit. Umgeben von dichten und
langen, schwarzen Wimpern vermittelten sie tausend Gefühle in nur einer
einzigen Sekunde. Sie beraubten mich meiner Sprache. Ja, ich war so gefesselt
von diesem Charme und dieser Anmut, dass ich meinen Blick von seinen
ausdrucksvollen Augen, wie ich sie noch nie gesehen hatte, nicht abwenden
konnte. Immer, wenn sie mich fixierten, durchzog mich ein Schauer. Diese
zauberhaften Augen waren zugleich traurig und kummervoll, zugleich
freudestrahlend und glücklich. Sie erinnerten mich an ein dunkles ruhiges Meer.
Ihr Blick war so innig, so unbeschreiblich atemberaubend und faszinierend, dass
ich fast zu weinen begann. Er enthielt Leidenschaft und Traurigkeit. Im selben
Moment leuchteten sie auf, sie erregten sich und ihr Blick wurde verzweifelt,
als ob sie mich etwas für sie Unbegreifliches fragen würden. Sie redeten direkt
zu mir, sie fragten mich: Wieso? Wieso nur? Ich wusste keine Antwort darauf.
Ich stand da und konnte mich nicht rühren. Ich war gelähmt von diesem
tragischen und qualvollen Blick. Nein, nie, noch nie hatte ich Augen mit so
ungeheuerlich redendem Ausdruck gesehen, eine derart spasmatische Form von
Erregung und Spannung. Alles andere in diesem Raum verschwand und löste sich in
Luft auf. Was blieb, war er und seine bezaubernden Augen.
Plötzlich, so
plötzlich, dass man es fast nicht merken konnte, wandelte sich sein
herzzerreißender Blick in tiefe Zufriedenheit um. Diese Augen spiegelten eine
beruhigte Seele wider. Ihr Blick enthielt so viel an Bewegtheit und
Glückseligkeit. Sie schienen die Antwort, von der ich nicht wusste, wie sie
hieß, endlich gefunden zu haben. Seine Augen sahen mich so gütig und sanftmütig
an, sodass mir richtig wohl und warm ums Herz wurde. Ich wusste, dass dieser
Mensch etwas ganz Besonderes war. Ich fragte mich: Was geht in diesem Menschen,
der so unbeschreiblich schöne Augen hat, bloß vor? Ich war verzaubert.
Aber dann kam
ein furchtbarer Augenblick – ein Augenblick, den ich in mir die ganze Zeit
hindurch schon gefürchtet hatte, der über meinen gespannten Nerven wie ein
Gewitter hing und sie plötzlich mittendurch riss. Die Augen, die eben noch so
viel Energie und Ausdruckskraft besaßen, die so leidvoll, bewegend und zugleich
so friedlich und nachsichtig gewesen waren, welkten. Sie wurden stumpf und
ausgebrannt. Die Flamme in deren Pupillen war erloschen und nun schaute ich in
eine endlos weite Leere. Eine Leere, bei der man Angst hat, hineinzugeraten und
dort verloren zu gehen. Eine Leere, die für mich das Nichts verkörperte. Dieser
eiskalte Blick fing mich ein. Ich war wie versteinert. Denn ich verstand sofort
sein Geheimnis. Dieser Mensch war einsam...“
© Copyright 2003, Daria Kokozej
ÜBERSETZUNGEN
Die folgenden drei
Texte sind vom Rhythmus genau an die Orgninale gebunden. Wenn ihr genau
mitschaut, könnt ihr QUEEN-Lieder auf Deutsch sozusagen „synchron“ mitsingen.
Bitte kopiert die Texte jedoch nicht ohne Credits anzugeben, denn das
„Übersetzen“ war wirklich eine harte tagelange Arbeit.
LÜGNER / LIAR
Ich log, lieber Vater,
Vater, ich log oft;
Bitte, hilf mir Vater,
Lass mich endlich rein!
Lügner! Oh, niemand will mir glauben;
Lügner! Lasst mich doch einfach allein...
Herr, ich hab’ gestohlen,
Ich stahl sehr sehr oft,
Ich hob meine Stimme,
Als mir klar war, dass dies falsch war...
Lügner! Oh, wirklich jeder betrügt mich;
Lügner! Lasst mich doch einfach allein...
Lügner! Ich befuhr die Seen;
Lügner! Vom Mars zum Merkur;
Lügner! Ich trank roten Wein;
Lügner! Von Zeit zu Zeit;
Lügner, du lügst mich oft an;
Lügner, oh, du lügst mich oft an;
Vater, vergib mir doch,
Lass mich niemals alleine,
Bitte; zeig mir bitte
Doch die Wahrheit...
Lügner! Lügner! Lügner! Lügner!
Lügner! So werd’ ich immer genannt;
Lügner!
Oh, lasst mich geh’n!
Höret! Hört mir noch ganz schnell zu:
Mutter, ich werd’ dein Sklave sein – jeden Tag;
Mutter, ich werd’ ab nun brav sein – jeden Tag;
Mutter, ich will dein Sklave sein – jeden Tag;
Ich werd’ dir dienen bis zum Sterbenstag – jeden Tag;
Ich werd’ dich pflegen bis zum Sterbenstag – jeden Tag;
Ich werd’ an deiner Seite knien und beten –
Jeden Tag – und beten;
Jeden Tag – und beten;
Jeden Tag – und beten...
Jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag...
Lügner, Lügner, sie lassen dich niemals gewinn’;
Lügner, Lügner, alles was du tust ist Sünd’;
Lügner, niemand will dir glauben;
Lügner, sie kreuz’gen dich bevor du beginnst;
Oh, lass mich dir etwas sagen,
Denn du weißt sicher,
Du kannst tot sein vor dem Lügen...
BOHEMIAN RHAPSODY
Ist dies hier wirklich –
Ist dies nur Spinnerei –
In einem Erd-Spalt –
Keine Flucht von der Wirklichkeit –
Öffne dein Aug’ –
Wach (doch) endlich auf und sieh –
Ich bin ein Junge, der keine Liebe braucht –
Weil ich nur komm’ und geh’, wann ich will,
manchmal oft, manchmal rar,
Da weht eine Brise, das bedeutet nichts für mich,
– für mich –
Mama, ich mordete,
Pistole gen den Kopf,
Sie gedrückt, jetzt ist Mann tot,
Mama, Leben fängt
erst an,
Doch ich bin weg und habe es zerstört –
Mama, ooo –
Ich wollt’ nicht, dass du so weinst –
Wenn ich am nächsten Tag nicht mehr zurück bin,
Setze fort, setz’ es fort, so als wäre nichts geschehen
–
Zu spät, mein Zeitpunkt kommt,
Mein Rückgrat zittert, bebt –
Körper quält sich ganze Zeit,
Lebt wohl, meine Freunde – Ich muss jetzt los –
Muss jetzt weg von euch, die Wahrheit zu enthülln’
Mutter, ooo –
Ich will nicht verglühn’
Ich wünschte manchmal ich wär’ nicht geboren –
Ich sehe eine Silhouette eines Narrn’
Scaramouche, Scaramouche, tanz doch deinen Fandango –
Donnerschlag und Blitz – (ja) davor fürchte ich mich
sehr –
Galileo, Galileo,
Galileo, Galileo,
Galileo Figaro – Magnifico
–
Ich bin nur ein Junge, den niemand liebt –
Er ist ein Lausbub ohne seine Eltern –
Nimmt ihm sein Leben von der Monstrosität -
Komme oft, komme rar - lasst mich bitte gehn’ -
Bei Allah! Nein - wir lassen dich nicht gehn’ – Lasst
ihn gehn’
Bei Allah! Wir lassen dich nicht gehn’ – Lasst ihn
gehn’
Bei Allah! Wir lassen dich nicht gehn’ – Lasst ihn
gehn’
Lassen dich nicht gehn’ – Lasst mich gehn’
Lassen dich nicht gehn’ – Lasst mich gehn’
Nein, nein, nein, nein, nein, nein !!!
Mama mia, Mama mia, Mama
mia, lass(t) mich gehn’
Der Satan hat einen Dämon geschickt statt mir, statt
mir –
– statt mir –
Und ihr denkt ihr könnt stein’gen und dazu bespucken –
Und du denkst du kannst lieben und mich dann verlassen
–
Oh baby – Das kannst du nicht tun, baby –
Lasst mich hier raus – Lasst mich von diesem Ort raus –
Nichts spielt eine Rolle –
Jeder kann es sehn’,
Nichts spielt eine Rolle – nichts ist von Bedeutung für
mich –
Da weht eine Brise...
DAS LIED DES PROPHETEN / THE PROPHET’S SONG
Oh Oh
Menschen dieser Welt,
Höret auf
die Warnung,
Der Heer
euch sagt;
Habt Angst
vorm Sturm, der hier aufkommt,
Höret auf
den Weisen!
Umhüllt vom
Mondlicht erschien er mir;
Während er
seine Hände breitete
Kam ein
verlassener Mann zu ihm
Und weinte
um das kalte Herz.
Ich sah wie
Angst den Propheten befiel –
Kein
Schimmer Hoffnung zeigte sein Aug’;
Ich seh’
kein Licht – sagte er laut –
So grau sein
Gesicht wie das eines Toten.
Oh Oh
Menschen dieser Welt,
Höret auf
die Warnung,
Der Seher
euch sagt;
Denn bald fällt
Nacht und Tod auf euch,
Hergeholt
durch eure Hand!
Oh Oh Kinder
dieser Welt,
Eilt zum
neuen Leben,
Hört auf
mich;
Fliegt und
bringt den grünen Zweig,
Ab nun seid
ihr Tauben.
Der weiße
Tod ist dem Nebel gleich –
Nimmt alles mit
auf seinem weiten Weg;
Spät, zu
spät – keine Hoffnung mehr –
Die Tage
werden ab nun gezählt.
Die Mutter
liebt ihren Sohn nicht mehr -
Der hat im
Kopf nur Ruhm und Geld;
Die Erde
bebt und bricht entzwei;
Der Tod wird
schon bald die Welt regieren!
Oh Oh
Menschen auf der Erd’,
Lauschet
leis’ der Warnung der Heer euch sagt;
Gehorchet
mir und meinem Wort,
Höret meinem
Plan zu:
Oh Oh – und
zwei für zwei mein Menschen Zoo –
Folgt mir,
Um dem
starken Reg’n,
Um dem
starken Reg’n
Zu
entfliehn!
Flieht um
das Leb’n!
Lasst Ruhm
und Geld und eure Schätze zurück;
Fürchtet das
Leb’n!
Sonst werden
euch die Flamm’n der Hölle quälen,
Und euch
vernichten.
Oh Oh könnt
ihr mich denn hören?
Und nun weiß
ich und nun weiß ich und nun weiß ich und nun weiß ich – ihr könnt mich
hören...
Nun weiß
ich...
Die Erde
bebt und bricht entzwei...
Tod auf der
Welt...
Nun weiß
ich...
Höret auf den Weisen!
La, La, La, La, La, La!
Komm’
schnell –
Ich hör’ dich;
Höret den Verrückten!!!
Gott gibt
dir Heil wenn du ihm folgst;
Und Glück
soll dein ganzes Leben erfüllen.
Oh Oh Kinder
dieser Welt,
Liebe ist die Antwort, glaubet mir